Vorbereitung des Untergrundes für unterschiedliche Parkettarten

Der Grundstein für die Verlegung von Parkett bildet die Vorbereitung des Untergrundes bzw. der Unterkonstruktion. Die Voraussetzungen dafür sind in VOB DIN 18356 festgelegt und der Unterboden bzw. der Unterkonstruktion muss der DIN entsprechend überprüft und vorbereitet werden. Demnach ist insbesondere ein ebener, trockener, fester, rissfreier und glatter Untergrund erforderlich, der keine aufsteigende Feuchtigkeit zulässt. Zulässige Maßtoleranzen für Ebenheit sind in DIN 18202 definiert. Der Parkettleger muss die „Belegreife“ des Untergrundes überprüfen und sicherstellen, damit das Gewerk mangelfrei verlegt werden kann.

Dementsprechend müssen Unebenheiten konstruktiv ausgeglichen oder gegebenenfalls gespachtelt werden; zulässige Höhentolleranz max. + / – 1,5 mm pro 2m. Falls gespachtelt wird, muss sichergestellt werden, dass der Spachtel vor der Verlegung getrocknet ist. Dies ist von unterschiedlichen Parametern abhängig: Art des Spachtels, Spachteltiefe, etc. Bitte beachten Sie die Herstellerangaben des genutzten Spachtels. Wir empfehlen die Verwendung einer schnelltrocknenden RM Spachtelmasse. Unebenheiten können zum Knarren im Holzfußboden und instabilen Konstruktionen führen.

Außerdem muss der Unterboden auf Trockenheit überprüft werden (keine Restfeuchte von Beton, Estrich, Spachtelmasse, etc.) und falls notwendig gegebenenfalls eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit eingesetzt werden, z.B. mittels Epoxiharz oder einer dampfsperrenden Folie. Des Weiteren ist vor der Verlegung die „Belegreife“ des Unterbodens zu prüfen, damit keine Schäden entstehen. Bei Estrichen beispielsweise ist auch die Feuchtigkeit des Estrichs zu überprüfen. Außerdem ist es bei alten Estrichen und neuen verschmutzten Estrichen empfehlenswert, den Estrich im Anschluss an das Schleifen mit einem Voranstrich zu grundieren, da dieser den Unterboden schützt und für eine bessere Haftung des Klebers sorgt.

Bei der Verlegung auf einem Blindboden oder einer Balkenkonstruktion muss diese Unterkonstruktion auch entsprechend der oben beschriebenen Parameter überprüft werden. Hinzu kommt, dass die Holzfeuchte überprüft werden muss, sowie sichergestellt werden muss, dass ein ausreichend geringer Balkenabstand im Zusammenhang mit der Parkettstärke der zu verlegenden Diele vorhanden ist. Der Abstand der Balkenkonstruktion steht in Abhängigkeit zur Dielenstärke. Bei einer Balkenunterkonstruktion sollte bspw. bei ca. 20mm starken Dielen der Abstand von Balkenmitte zu Balkenmitte 40 cm betragen. Es wird eine Trittschalldämmung empfohlen. Es ist darauf zu achten, dass die Unterbodenkonstruktion fest mit dem Boden verbunden ist, da es ansonsten zum Knarren im Holzfußboden und einer instabilen Konstruktionen führen kann. Die Balken bzw. Lagerhölzer der Unterkonstruktionen sollten getrocknet sein und einer angemessenen Dimension entsprechen. Bei einer Unterkonstruktion eines schwimmenden (losen) Balkenlagers wird dringend zu einer Trittschalldämmung geraten.