Die Verlegung von Parkett und die verschiedenen Verlegarten

Nach der Wahl der Parkettart und des passenden Formats sowie der Vorbereitung der Unterkonstruktion bzw. des Untergrundes gilt es das Parkett fachmännisch zu verlegen. Parkett kann schwimmend, mittels vollflächiger Verklebung oder mittels Schrauben bzw. Nägel verlegt werden. Vor dem Beginn der Verlegung gilt es gewisse Standards zu beachten und Vorüberlegungen durchzuführen, um anschließend, der gewählten Parkettart und der gewünschten Verlegeart ensprechend, in Abhängigkeit von dem vorbereiteten Untergrund das Parkett zu verlegen. Zunächst werden die allgemeinen Vorüberlegungen und in den einzelnen Unterkapiteln die jeweilige Verlegeart beschrieben.

Menge des benötigten Parketts

Zur Planung der benötigten Menge des Parketts wird der Raum / werden die Räume ausgemessen und die Quadratmeter berechnet. Auf die ermittelten Quadratmeter wird der zu erwartende Verschnitt addiert. In der Regel ist man auf der sicheren Seite, wenn man von einem Verschnitt von 5% ausgeht und auf die berechneten Quadratmeter 5% der Menge addiert, sprich die Quadratmeter mit 1,05 multipliziert ( QM x 1,05 = Menge Material Parkett). Falls die Räume in viele kleine Teile verwinkelt sind oder zum Beispiel ein Sonderformat als großes Fischgrät mit Fries verlegt wird, ist es ratsam mit 10% Verschnitt zu planen; sprich die berechneten Quadratmeter mit 1,1 zu multiplizieren ( QM x 1,1 = Menge Material Parkett).

Zu beachtende Standards vor Beginn der Verlegung von Parkett: Die Holzfeuchte und das Raumklima

Entscheidend bei der Verlegung ist die Einbaufeuchte des Holzes und die relative Raumluftfeuchte sowie Temperatur der Umgebung. Aus diesem Grund muss das Parkett trocken und wohltemperiert gelagert werden. Die raumklimatischen Bedingungen (ca. 50 -60% Luftfeuchtigkeit und ca. 20°C Lufttemperatur) sollten bei der Verlegung denen des zukünftigen Raumes entsprechen. Außerdem ist es empfehlenswert das Holz mindestens 2 Tage vor der Verlegung in dem zu verlegenden Raum zu lagern, damit sich das Holz dem Raumklima anpassen kann. Alle Bauarbeiten, die Feuchtigkeit mit sich bringen wie z.B. Fenster, Außentüren, Fliesen- und Malerarbeiten, sollten vor Beginn der Verlegung abgeschlossen sein. Falls das Parkett nach dem Verlegen noch geschliffen wird, empfiehlt es sich, lediglich den zweiten Maleranstrich nach der Verlegung des Parketts durchzuführen.

Verlegerichtung von Parkett innerhalb der einzelnen Räume

Die Verlegerichtung des Parketts kann die Wirkung eines Raumes deutlich beeinflussen. Ausschlaggebend für die Festlegung der Verlegerichtung ist der zentrale Lichteinfall (Positionen der Fenster), die Raumstruktur eines Raumes sowie der gewünschte Effekt. Parkett wird einerseits vorzugsweise entlang des zentralen Lichteinfalls und anderseits in die Länge eines Raumes verlegt. Falls ein Raum optisch länger oder breiter wirken soll, kann die Verlegerichtung dem gewünschten Effekt entsprechend beeinflusst werden. Zum Beispiel lässt quer laufendes Parkett einen langen, schmalen Raum breiter und gleichmäßiger erscheinen.

Allgemeines zur Verlegung von Parkett

Vorwort

Die nachfolgendend beschriebenen Montage- und Verlegeregeln sind allgemein gültig. Je nach Produkt und Hersteller können abweichende beziehungsweise produktspezifische spezielle Schritte erforderlich sein, die hier nicht aufgeführt sind. Bitte beachten Sie immer die jeweilige Verlegeanleitung bzw. Gebrauchsanweisung des Herstellers.

Das Raumklima

Die Beachtung des bereits zuvor beschrieben Raumklimas vor während und nach der Verlegung des Parketts ist besonders wichtig: ca. 50 -60% Luftfeuchtigkeit und ca. 20°C Lufttemperatur. Des Weiteren ist die vorgeschriebene Akklimatisierung von mindestens zwei Tagen (48h) ratsam.

Tipp

Lagern Sie das Parkett ohne die einzelnen Pakete zu öffnen umgehend auf einer ebenen Fläche wohltemperiert ein und öffnen Sie die Pakete erst zum notwendigen Zeitpunkt. Häufig ist bei Neubauten die Luftfeuchtigkeit oft hoch und könnte das Parkett beschädigen.

Überprüfung des Materials

Vor der Verlegung ist es ratsam das Material zu überprüfen. Die Überprüfung des Parketts ist am Besten bei Tageslicht oder einer guten Lichtquelle durchzuführen. Es ist äußerst aufwändig verlegtes Parkett wieder zu entfernen und verlegtes Parkett kann dem Hersteller nicht zurück gegeben werden.

Ein Überblick über die verschiedenen Verlegearten von Parkett

Die mögliche Art der Verlegung ist von der Parkettart und dem vorhanden Untergrund abhängig. Parkett kann lose schwimmend oder fest mit dem Untergrund verklebt sowie geschraubt bzw. genagelt verlegt werden. Je nach Parkettart und Untergrund kommen die sich unterscheidenden Verlegearten in Frage.

Für die schwimmende Verlegung von Parkett muss das Parkett entsprechend produziert und geeignet sein. Klick-Parkett ist besonders gut und einfach schwimmend zu verlegen. Außerdem ist bestimmtes Fertigparkett mit Nut und Feder für die schwimmende Verlegung geeignet. Falls eine schwimmende Verlegung gewünscht ist, ist es ratsam, sich von einem Fachmann beraten zu lassen oder sich ausgiebig im Kombination mit dem vorhanden Untergrund im Vorfeld zu informieren, ob das gewählte Produkt auf dem Untergrund schwimmend verlegt werden kann. Ein Vorteil der schwimmenden Verlegung ist, dass das Parkett auf Wunsch ohne viel Aufwand wieder entfernt werden kann, großer Vorteil bei Renovierungen! Außerdem ist diese Art der Verlegung für einen talentierten Heimwerker relativ leicht selbst zu bewältigen. Der Nachteil der schwimmenden Verlegung ist, dass das Parkett stärker „arbeitet“ (Volumenänderungen in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit) und eine Dämmunterlage notwendig ist.

Die vollflächige Verklebung von Parkett ist generell auf durchgehenden ebenen Untergrund (Estrich oder Blindboden) für eigentlich alle Parkettarten geeignet. Die Vorteile der vollflächigen Verklebung von Parkett sind, dass das Holz im Vergleich zur schwimmenden Verlegung geringer arbeitet, der Parkettkleber hat einen positiven Effekt auf den Trittschall und weist eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit bei Fußbodenheizungen auf. Der Nachteil im Vergleich zu schwimmenden Verlegung, ist dass diese Art der Verlegung ein wenig aufwändiger ist und diese von einem Fachmann durchgeführt werden sollte.

Die Verlegung mittels Schrauben bzw. Nägeln von Parkett ist vor allem bei einem vorhandenen Balkensystem ratsam. Außerdem kann Parkett auch auf einem Blindboden aus Holz mittels geeigneten Schrauben oder Nägeln verlegt werden. Geschraubtes Parkett arbeitet im Vergleich zu geklebtem Parkett weniger. Falls das in alten Häusern häufig vorhandene typische „klacken“ nicht erwünscht ist, sollte bei der Verlegung mittels Schrauben bzw. Nägeln eine Trittschalldämmung eingesetzt werden. Bei der Verlegung von sehr langen Dielen wird empfohlen, diese zu schrauben, da lange Dielen mehr Spannung aufbauen als kurze Dielen.

Detaillierte Informationen

Vollflächige Verklebung von Parkett

Detaillierte Informationen
Detaillierte Informationen

Verlegung von Parkett mittels Schrauben oder Nägeln

Detaillierte Informationen