Parkett aus Hartholz oder Weichholz – Zu berücksichtigen ist der Einsatzort!

Parkett aus Hartholz oder Weichholz? Entscheidend ist, dass die ausgewählte Holzart zum Einsatzort und Anwendungszweck passt. Grundsätzlich sind Laubhölzer deutlich härter als Nadelhölzer. Harthölzer sind für stark beanspruchte und strapazierte Böden gut geeignet. Parkettböden aus Weichhölzern hingegen werden für weniger frequentierte und strapazierte Böden, zum Beispiel Schlafzimmer, gewählt. Der Zellaufbau und Wassergehalt des Holzes bestimmt die Härte sowie die Rohdichte des Holzes; je höher die Rohdichte, desto härter ist das Holz; je höher der Wassergehalt, desto weicher ist das Holz. Im Allgemeinen ist Parkett aus Harthölzern kostenaufwändiger als Parkett aus Weichhölzern.

Harthölzer wie Buche, Eiche, Esche, Kirsche, Nussbaum, etc. sind besonders gut für Parkett geeignet. Harthölzer sind bei starker Beanspruchung deutlich vorteilhafter als Weichhölzer, da Harthölzer beispielsweise bei spielenden Kindern, Stöckelschuhen, Haustieren und häufigem Möbelrücken deutlich besser gewappnet sind. Aus diesem Grund wird im Eingangsbereich, Flur, Küche, und Wohnzimmer, sowie in gewerblich genutzten Räumen meist Parkett aus Hartholz verwendet.

Weichhölzer wie Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, etc. sind für weniger stark beanspruchte und frequentierte Räume eine gute Alternative zu Harthölzern. Doch sind hier Spuren verrückter Möbel, von Stöckelschuhen oder dem einen oder anderen heruntergefallenen Gegenstand recht häufig aufzufinden. Weichhölzer sind für Schlaf- und Wohnzimmern deutlich besser geeignet als für Küchen oder dem Eingangsbereich.

Der Laie kann mit Hilfe des Fingernagels schnell herausfinden, ob es sich um ein Hart- oder Weichholz handelt. Hinterlässt der Fingernagel beim Einritzen in das Holz eine Spur handelt es sich um ein Weichholz. Die Widerstandsfähigkeit des Holzes kann in „Härte nach Brinell“ angegeben werden. Bei der Messmethode wirkt eine 10mm große Stahlkugel mit einer festgelegten Kraft und Dauer auf die Holzoberfläche ein. Die dadurch entstehende Größe der Kerbe gibt den Brinell-Wert an. Je kleiner die Kerbe ist, desto größer ist der Brinell-Wert und umso härter ist das Holz. Die Härte nach Brinell kann längs und quer zur Faserrichtung gemessen werden. Alle Hölzer sind längs zur Faser härter als quer zur Faser.

Ahorn europäisch 28 Brinell
Birne 32 Brinell
Birke 23 – 27 Brinell
Buche (Rotbuche) 32 – 34 Brinell
Douglasie 20 Brinell
Eiche 34 – 41 Brinell
Erle 17 Brinell
Esche 37 – 41 Brinell
Fichte 12 – 16 Brinell
Kastanie 18 Brinell
Kiefer 20 Brinell
Kirsche 31 Brinell
Lärche 19 Brinell
Nussbaum 25 – 28 Brinell
Robinie 48 Brinell
Ulme 30 Brinell
Wenge 39 – 50 Brinell