Was bedeutet die „Fase“ beim Parkett. Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Abgeschrägte Fläche an einer Werkstückkante bzw. an einem Parkettstab oder Diele, regulär im 45° oder 60° Winkel zur Ebene

Die Fase ist eine abgeschrägte Fläche an der Parkettkante. In der Regel hat sie einen 45° oder 60° Winkel, sodass zwischen den Dielen Zwischenräume in Form eines V entstehen. Sie ist meist umlaufend, hebt jede einzelne Diele hervor und gibt ein strukturiertes Gesamtbildbild. In Sonderanfertigungen kann die Fase aber auch nur an den Längsseiten der Dielen angebracht werden. Je nach Stärke der Fase hat diese eine unterschiedlich starke Wirkung. Ein Vorteil der Fase ist das visuelle Erscheinungsbild, da die Verlegart durch die Fase betont wird. Außerdem fallen in Heizperioden die sich bildenden Fugen aufgrund der Volumenverringerung bei geringer Luftfeuchtigkeit optisch weniger auf. Ein weiterer Vorteil ist, dass Dielen mit Fase deutlich einfacherer und schneller verlegt werden können als Dielen ohne Fase. Darüberhinaus können Oberflächenbehandlungen besser im Voraus erfolgen, da gefaste Dielen nicht unbedingt abgeschliffen werden müssen, was meist bei Dielen ohne Fase nach Fertigstellung der Verlegung der Fall ist. Der Nachteil liegt in der Schmutzansammlung in den Fasen bzw. der Reinigung. Diese gestaltet sich aufwändiger als bei einer ebenen Oberfläche ohne Fase.